Programm

 

Mittwoch, 19.06. | 19:00 Uhr | Schaubühne Lindenfels, kleiner Saal, Karl-Heine Straße 50, 04229 Leipzig

Dokumentarfilm & Gespräch I

Facing the Dragon

Journalist Shakila checks her footage
Shakila reporting in the field
Filmmaker Sedika Mojadidi

Mit dem Abzug der US-Truppen gerät die fragile Demokratie Afghanistans wieder stärker unter Druck. Besonders Frauen müssen um ihre mühsam erlangten Rechte bangen. Über vier Jahre hinweg ist Filmemacherin Sedika Mojadidi zwei aussergewöhnlichen Persönlichkeiten gefolgt: der landesweit bekannten Reporterin Shakila, die Korruption und Menschenrechtsverletzungen aufdeckt, sowie der Parlamentsabgeordneten Nilofar, die täglich den Anfeindungen ihrer Kollegen ausgesetzt ist. In einem zunehmend aufgeheizten Klima müssen beide überdenken, wie sie weiterleben können, ohne ihre Familie – und sich selbst – zu gefährden.

Anschließend Gespräch mit Protagonistin und Journalistin Shakila Ebrahimkhil

Genre: DOK: Gesellschaft & Politik
Land, Jahr: Afghanistan, USA, 2018
Länge: 82 Min
Sprachen: Dari
Untertitel: Englisch  
Regie: Sedika Mojadidi
Besetzung: Nilofar Ibrahaimi, Shakila Ebrhaimkhel

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Donnerstag, 20.06. | 19:00 Uhr | Schaubühne Lindenfels, kleiner Saal, Karl-Heine Straße 50, 04229 Leipzig

Kurzfilmprogramm & Gespräch I

The Unknown | The Last President | Amir and Sara

Mit einem Einführungsvortrag von Dr. Kefa Hamidi

Afghan Media: The Agent of social Change: Der Einfluss der Medien auf die afghanische Gesellschaft

Anschließend Gespräch über das modernes afghanischen Kino mit den Filmemachern Ghafar Faizyar, Jamil Jalla und Jalal Hussaini

Die Filme:

The Unknown
A woman reporter whose entire state of being is distressed because of the uncertainty of 2014 when Foreign military is scheduled to leave Afghanistan. Fearing for her small family’s lives – two children and a handicapped husband, she searches for ways to create a safe nest from them before everything, in her imagination, turns into chaos.
Genre: Thriller
Land, Jahr: Afghanistan, 2013
Länge: 11 Min
Sprachen: Dari
Untertitel: Englisch
Regie: Ghafar Faizyar  

The Last President
In 2014, everyone is candidate to become the next president of Afghanistan so they all just need only one vote to take the presidency seat and today Amir Ali is the most important person in Afghanistan…
Genre: Fiction
Land, Jahr: Afghanistan, 2013
Länge: 12 Min
Sprachen: Dari
Untertitel: Englisch
Regie: Mohammad Jamil Jalla

Amir and Sara
Amir and Sara live a normal life together. Amir goes to work and comes back home every day until he has an accident that forces him to open his eyes… Only to find out that everyone around him live with theirs closed.
Genre: Fiction
Land, Jahr: Afghanistan, 2013
Länge: 10 Min
Sprachen: Dari
Untertitel: Englisch  
Regie: Sayed Jalal Hussanini

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Freitag, 21.06. | Arno-Nitzsche-Straße 37, Saal GU

15:00 – 17:15 Uhr

Workshop I

Empowerment Familie

von Zahra Sur Esrafil und Kava Spartak (Yaar e.V.), auf Persisch, für Erwachsene | yaarberlin.de
weitere Informationen siehe برنامه

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15:00 – 17:15 Uhr

Workshop I

Projektmanagement – Von der Idee zum Projekt

Workshopleiter: Philipp Czapik, Sudaca e.V., auf Deutsch | Der Workshop richtet sich an alle, die eigene Projekte organisieren und praxisnah Kompetenzen in der Konzeption und Umsetzung sammeln wollen. Im Workshop vermittelt euch ein Referent des Sudaca e.V.  praktisches Handwerkszeug und wichtiges Know-how:  Ihr erfahrt, wie ihr ein Projektkonzept entwickelt und wie ihr Projekte finanziert, ReferentInnen einladet und wie ihr eure Veranstaltungen bewerbt. Mehr über Sudaca e.V. unter sudaca.de

Anmeldung unter info@sudaca.de

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17:45 – 20:00 Uhr

Workshop I

Empowerment Politik

von Zahra Sur Esrafil und Kava Spartak (Yaar e.V.), auf Persisch, für Erwachsene | yaarberlin.de
weitere Informationen siehe برنامه

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17:45 – 20:00 Uhr

Workshop I

Grundlagen der Fotografie

Workshopleiter: Damián Canteros, Sudaca e.V., auf Deutsch | Der Workshop richtet sich an alle, die die wichtigsten Grundlagen der Fotografie erlernen wollen. Es werden Themen behandelt wie Blenden, Tiefenschärfe, Brennweite, Belichtungszeiten, Iso-Einstellungen, Weißabgleich und mehr. In praktischen Übungen nehmt ihr mit eurer eigenen Kamera oder eurem Smartphone Fotos auf und erhaltet dazu professionelles Feedback. Mehr über Sudaca e.V. unter sudaca.de

Anmeldung unter info@sudaca.de

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Samstag, 22.06. | Programm ab 16:00 Uhr | Arno-Nitzsche-Straße 37, Saal GU

16:00 Uhr

Open Stage I

Mitgestalten!

Bühne frei für alle, die (noch) keine Profis sind und etwas präsentieren wollen!
ZEIGE DEIN TALENT AUF DER OPEN STAGE!

Du möchtest dir deinen Traum erfüllen und auf einer Bühne performen?
Dann gehörst du auf die Open Stage des Meela Festivals.
Hier kannst du dein Publikum mit Showeinlagen, Musik und Schauspiel verzaubern, ermutigen, verblüffen, beeindrucken.
Du kannst dich in Tanz und Akrobatik austoben oder Rappen.
Du kannst mit Literaturperformances begeistern, Gedichte vortragen oder Texte vorstellen.

Auf der Open Stage bekommst du bis zu zehn Minuten um dein Talent zu präsentieren.

Melde dich einfach per Mail an, beschreibe kurz dein Vorhaben und was du dafür benötigst.
Bühne, Mischpult, Keyboard und Mikrofone werden gestellt.

Email-Adresse: openstagemeela@gmx.net.

Wir freuen uns auf alle Beiträge und eine gute Zeit!

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16:45 Uhr Lesung

Texte von Christian Holzer über Rumänien, über Herkunft und Migration.

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17:00 Uhr

Lesung & Gespräch I

Zahra Sur Esrafil

Zahra Sur Esrafil ist in Kabul geboren, ging im Iran zur Schule und studierte Islamische Rechtswissenschaften in Afghanistan. Sie erlangte ihre Zulassung zur Rechtsanwältin in Kabul. Während ihrer Studienzeit und auch während der Anwaltstätigkeit schrieb sie für diverse Tageszeitungen. Sie lebt seit 2014 in Deutschland.
Zahra Sur Esrafil wird einige Gedichte aus „Esrafil e Darband“ vorlesen. Sie wird kritische Stimmen über ihr erstes lyrisches Werk „Esrafil e Darband“ vortragen und eine Diskussion über die Rolle der Frauenlyrik in der Posttalibanzeit einleiten.

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18:00 Uhr Rap††

Feinster Rap von Nasser Salehi auf seiner Muttersprache Dari

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18:30 Uhr

Diskussion (Fishbowl) I

Mitgestalten! – Afghan*innen in Leipzig

Die Diskussion thematisiert, wie Afghan*innen ihr Leben in Leipzig gestalten (können). Wie oder wo können sie selbstbestimmt aktiv sein, sich etwas aufbauen und Gesellschaft mitgestalten – allen Unsicherheiten zum Trotz? Die Diskussion wird (mind.) zweisprachig geführt. Auf dem Podium gibt es einen Platz für diskussionsfreudig Gäste aus dem Publikum.

Panelgäste sind zwei in Leipzig lebende Afghan*innen – Basir Furogh und Roqnia Safdari, aus dem Bereich Politik Juliane Nagel und Werner Wendel, sowie der Sänger und Aktivist Shekib Mosadeq.

Moderation und Übersetzung (Persisch-Deutsch): Rudaba Badakhshi und Shahin Rasul

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21:00 Uhr

Konzert I

Shekib Mosadeq mit Band

Die Balladen und Lieder des Sängers und Songwriters Shekib Mosadeq handeln von Liebe und Hoffnung, mörderischem Krieg und Terror, Trauer und Zorn – man kann sich ihrer Intensität nicht entziehen, sie gehen unter die Haut.

Die Texte mit ihrer auch zärtlichen, aber meist harten und schmerzlichen Wahrheit, singt der Sänger auf Farsi. In die Musik wird die deutsche Übersetzung künstlerisch eingebunden und von der Schauspielerin und Sprecherin Inès Fabig rezitiert. Die musikalische Begleitung übernehmen der Gitarrist Manchehr Jafari und Jawad Sarempur an der Violine.

1982 in Afghanistan geboren, musste Shekib Mosadeq bereits mit 6 Jahren, da seine Eltern aufgrund des Krieges arbeitslos wurden, seine Familie versorgen. Das Arbeiten unter schlimmsten Bedingungen auf der Strasse hat aus ihm einen Menschen gemacht, der selbst während des Taliban-Regimes sein Musiktalent heimlich weiter entwickelte.
Nach Ende der Taliban-Herrschaft schrieb er ein Drehbuch und verwirklichte den Film „Sarnewesht“ („Schicksal“), für den er auch die Musik komponierte und die Hauptrolle spielte. So begann sein Künstlerleben.
Er schloss mehrere Musikverträge mit verschiedenen Fernsehsendern und begeisterte die Menschen, da er eine neue moderne Musik machte, die jedoch Herkunft und Traditionelles nicht verleugnete.

Shekib Mosadeq entwickelte sich so zu einem der jüngsten und beliebtesten Künstlern Afghanistans. Er veröffentlichte zahlreiche Alben. Stets verband er seine Popularität mit caritativem Engagement und sammelte Geld für Hilfebedürftige. Auch textlich war seine Musik sozialkritisch und wurde ab
2006 immer radikaler und kritisierte deutlich das Regierungssystem.
Dies brachte ihn in so ernsthafte Schwierigkeiten, dass er 2010 zusammen mit seiner Familie Afghanistan verlassen musste und seit 2011 in Deutschland lebt.

Der Neuanfang in Deutschland war nicht leicht und von Heimweh durchdrungen. Dennoch blieb Shekib Mosadeq nicht still und veranstaltete auch hier Konzerte, sowie Aktionen und Demonstrationen gegen Krieg und Ungerechtigkeiten. So wurde er auch hierzulande innerhalb der farsisprechenden Community bald bekannt.
Durch die Übersetzungen findet sich nun auch die Möglichkeit, dem deutschen Publikum die Texte nahe zu bringen und eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen.
Die Poems von Shekib Mosadeq handeln nicht nur vom bereits seit fast vierzig Jahren andauerndem Krieg. Sie beschreiben auch Leidenschaft und Liebe unter schwersten Bedingungen, die vielfältigen Kulturen und die Gefühle und Hoffnungen der Menschen in Afghanistan. Und nicht zuletzt
auch die lebensbedrohliche Flucht vor dem militärischen Terror.
Aber sie rufen auch auf zur Solidarität zwischen den Menschen und geben Mut für einen Kampf gegen Unrecht, Krieg und Unterdrückung.

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Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen. Spenden gern an LAF e.V.